Beim Millennium Team Cadet European Cup 2026 im polnischen Bielsko‑Biała traf sich am 16.5./17.5.2026 die internationale Nachwuchselite des Judosports. 760 Judokas aus 36 Ländern und 4 Kontinenten sorgten für ein hochkarätiges Turnier. Mitten in diesem starken Teilnehmerfeld startete Nia Rabl vom Judozentrum Innsbruck und Schülerin des SportBORG in der U18‑70‑kg‑Kategorie, die mit 54 Athletinnen sehr dicht besetzt war.
Rabl erwischte einen hervorragenden Start. In ihrem Auftaktkampf gegen die Polin Grubba Liwia ließ sie keine Zweifel aufkommen und sicherte sich bereits nach kurzer Zeit den Sieg mit Ippon. Auch in der zweiten Runde zeigte sie mutiges und aktives Judo. Gegen die Ukrainerin Samoiliuk Diana erkämpfte sich die Tirolerin nach intensivem Griffkampf eine Yuko‑Wertung und lag zunächst in Führung. Ein späterer Fehler brachte jedoch die Wende, und Samoiliuk nutzte die Gelegenheit konsequent, um den Kampf mit Ippon zu drehen. Dass die Ukrainerin anschließend bis ins Halbfinale vordrang und bis dahin keine weitere Gegnerin eine Wertung gegen sie erzielen konnte, unterstreicht die Stärke der Kontrahentin.
In der Hoffnungsrunde traf Nia Rabl auf die Deutsche Thiery Emilie.
Sie dominierte den Griffkampf, setzte Akzente und ging erneut mit Yuko in Führung. Bei einem weiteren Wurfansatz konnte Thiery jedoch ausweichen, kontern und konnte die Sportborgschülerin im Bodenkampf festhalten, was das vorzeitige Aus für die Innsbruckerin bedeutete. Auch wenn das Glück an diesem Tag nicht auf der Seite der jungen Tiroler Athletin war, zeigte sie eine kämpferisch starke Leistung in einem der anspruchsvollsten Nachwuchsturniere Europas. Der souveräne Auftaktsieg, die Führung gegen eine spätere Halbfinalistin und ihr mutiger Auftritt in der Hoffnungsrunde beweisen, dass sie auf internationaler Bühne absolut mithalten kann.


