Lorenz Horngacher bei der Junioren‑EM 2026 in Podgorica

Lorenz Horngacher (WSG Wattens) wurde vom Österreichischen Judoverband für die Junioren‑Europameisterschaft 2026 in Podgorica (Montenegro) nominiert und zählt damit zu den fünf österreichischen Nachwuchsathleten, die vom 3. bis 6. September auf der europäischen Bühne antreten.

Die Nominierung unterstreicht die starke Nachwuchsarbeit im Tiroler Judosport.

Horngacher begann seine sportliche Laufbahn in Wattens und besuchte die SportHAS, wo er früh sein Talent unter professionellen Rahmenbedingungen entwickeln konnte. Mittlerweile trainiert er am Judo Olympiazentrum Linz und ist als Heeressportler Teil des österreichischen Bundesheer‑Leistungssports – ein wichtiger Schritt, der ihm optimale Trainingsbedingungen und internationale Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Am 5. September ging der 18‑Jährige in der Gewichtsklasse -100 kg auf die Matte. Gleich zum Auftakt zeigte Horngacher seine Klasse und besiegte Matteo Da Cruz (Luxemburg). Im Achtelfinale wartete mit Daniil Spyrydonov (Deutschland) einer der Mitfavoriten. In einem taktisch geprägten Kampf entschied eine kleine Unachtsamkeit – Horngacher unterlag knapp mit Yuko und verpasste die Platzierungsränge.

Trotz des frühen Ausscheidens zeigte sich Nationaltrainer Michael Winkler hochzufrieden: „Lorenz zählt mit seinen 18 Jahren zu den jüngsten Startern und ist erst heuer von -90 kg auf -100 kg aufgestiegen. Mit seiner Leistung kann man absolut zufrieden sein – er ist ein Versprechen für die Zukunft.“

Bereits im Frühjahr hatte Horngacher ein starkes internationales Ausrufezeichen gesetzt: Beim Junior European Cup in Poznań kämpfte er sich bis ins Finale und gewann die Silbermedaille. Siege über Athleten aus Finnland, Lettland und der Ukraine bestätigten seine Zugehörigkeit zur europäischen Spitze im Nachwuchsbereich.

Für Judo Tirol ist Horngachers EM‑Teilnahme ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Land. Der Verband gratuliert herzlich und blickt optimistisch auf die kommenden Jahre, in denen der junge Wattener seine Entwicklung weiter fortsetzen wird.