Mit dem Cadet European Cup in Šamorín (SVK) fiel am 14. und 15. Februar 2026 der Startschuss für die Europacup-Saison 2026 der U18-Judoka. Insgesamt 661 Athletinnen und Athleten aus 22 Nationen und drei Kontinenten sorgten für ein stark besetztes Teilnehmerfeld.
Für Judo Tirol waren vier Sportlerinnen und Sportler am Start:
Theodor Pavlov (JC Volksbank Kufstein), Nia Rabl (Judozentrum Innsbruck, Sport-BORG), Sven Wolff (Judozentrum Innsbruck, Sport-BORG) und Efe Soysal (JC Tiroler Oberland, Sport-BORG).
Tag 1 – Samstag: Sven Wolff
Sven Wolff (-60 kg, JZ Innsbruck)
Sven war am Samstag als einziger Tiroler im Einsatz. In der stark besetzten Klasse -60 kg (65 Starter) traf er auf Zoltan Török (HUN). Der ausgeglichene Kampf ging ins Golden Score, wo Sven ein Yuko abgeben musste. Da Török den Pool nicht gewann, war für Sven trotz starkem Auftakt das Turnier beendet.
Tag 2 – Sonntag: Pavlov, Soysal und Rabl
Theodor Pavlov (-73 kg, JC Volksbank Kufstein)
Pavlov startete am Sonntag in der Klasse -73 kg. In Runde 1 besiegte er Zsille Max (SVK) nach einem guten Stand-Boden-Übergang und einem sauber angesetzten Armhebel.
In Runde 2 unterlag er Lantos Levente (HUN) mit Ippon. Da dieser seinen nächsten Kampf verlor, war für Pavlov das Turnier vorzeitig beendet.
Efe Soysal (-73 kg, JC Tiroler Oberland)
Efe gewann seinen Auftaktkampf gegen Weiss Tomas (SVK) durch einen Beinfeger und anschließenden Festhalter zum Ippon.
In Runde 2 musste er sich Stiner Noam (ISR) geschlagen geben. Da dieser den Pool nicht gewann, schied auch Efe aus.
Nia Rabl (-70 kg, JZ Innsbruck)
Nia zeigte am Sonntag eine starke Leistung.
In Runde 1 gewann sie gegen Radosinska Karin (SVK) mit Waza-ari für Uchi Mata und verteidigte die Führung trotz zweier Shidos sicher.
In Runde 2 musste sie gegen Karaffova Vanessa (CZE) nach einem dritten Shido (Hansokumake) eine Niederlage hinnehmen.
In der Trostrunde kam sie kampflos weiter.
Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale glich sie zunächst einen Yuko-Rückstand gegen Watroba Dominika (POL)aus, wurde jedoch kurz vor Schluss noch mit Ippon geworfen.
Mit Platz 7 erreichte sie ihre erste Europacup-Platzierung.
Trainingslager im Anschluss
Nach dem Turnier absolvierten alle vier Tiroler Athletinnen und Athleten mit der Trainerin Renate Wassermann ein intensives Trainingslager in Šamorín. Der Fokus lag auf Randoris und der Vorbereitung für den nächsten Cadet European Cup, der bereits in zwei Wochen in Poreč (Kroatien) stattfinden wird.
Fazit
Judo Tirol gelang in Šamorín ein überzeugender Start in die Europacup-Saison 2026. Die Athletinnen und Athleten sammelten wertvolle internationale Erfahrung und zeigten starke Leistungen. Mit Platz 7 durch Nia Rabl gab es zum Auftakt die erste Tiroler Top-Platzierung der neuen Saison.
